Gastkommentar zur HiFi-Börse vom 14./15. Mai

Was passiert, wenn man einen Restaurantkritiker zum Essen einlädt? Richtig: Jeder kriegt sein Fett weg. Der folgende Gastkommentar stammt von Hans Lauber, der als Journalist, Restaurantkritiker und Buchautor noch nie ein Blatt vor den Mund genommen hat und deshalb auch schon vielfach angeeckt ist. Zum Beispiel mit seinen Büchern über den Umgang mit Diabetes und gesunde Lebensweise. (Infos dazu gibt es z.B. bei amazon unter „Hans Lauber“ als Autor.)

Erfrischend offene Worte eines Profis, der unsere kleine Szene mal aus der Perspektive von außen betrachtet.

Hans Lauber: Einschätzung „Aktive Hifibörse“ 2016

Grundeindruck, technisch

Nach über 15 Jahren Abstinenz von den intensiven Diskussionen um Design und Klang von Lautsprechern war die Veranstaltung mein erstes Wiedereintauchen in diese spannende Materie. Ein Grund für die Zurückhaltung: Mit zwei verschiedenen Typen von Silbersand-Boxen habe ich die für mich optimale Konfiguration gefunden. Schon vor Jahren war für mich klar: Nur aktive Boxen sind wahre Boxen. Weiterlesen

Der Hifiakademie Dipol zu Gast in Köln

Hubert Reith ist das Mastermind hinter der Hifiakademie und zeichnet verantwortlich für den tollen Steamer “Netplayer” und viele intelligente Bausteine rund um die Verstärkertechnik. Herr Reith hat uns seinen neuesten Spross, den Aktivlautsprecher “Dipol” vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen Lautsprecher ohne Gehäuse, welcher den Schall sowohl nach vorne als auch nach hinten abstrahlt.

Schnell und wenig aufregend war das Setup um die Installation der Lautsprecher zusammen mit den externen Verstärkern erledigt und die ersten Töne versprachen einen genussvollen Nachmittag. Noch eben den Pegel der Tieftöner über den DSP an den Raum angepasst und schon ging es mit dem erfreulich verfärbungsarm und frisch aufspielenden Breitbänder los. Die unter 250 Hz spielenden 15″ Basslautsprecher (2 je Dipol) liefern einen ansatzlosen und trockenen Bass wie wir ihn eher von geregelten Systemen her kennen. Die Pegelreserven des Setups schienen unendlich, so dass sich bei den Kodo Trommeln die Passanten auf der anderen Straßenseite verwundert umschauten.

Unser Programm enthielt aber nicht nur laute Trommeln mit Zwerchfellmassage, sondern auch Feingeistiges mit wunderschönen Klangfarben. Tchaikovsky vom Denon One-Point Recordings Sampler wusste durch gestochen scharfe Lokalisation und Räumlichkeit zu begeistern. Typisch Breitbänder. Tonal war das Geschehen sehr fein aufgelöst und schön frei und offen, wie wir es von einem Breitbänder nicht erwartet hätten.

Danke an Hubert Reith für den schönen Nachmittag und für die Zusage, uns ein Demopaar bereit zu stellen…

„Oktoberfest“ bei Pirol in Köln: Hören und hören lassen

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Ein Oktoberfest im Rheinland, mit Weißwurst und Brezel, klingt eher wie die wenig originelle Idee einer Brauerei und weniger nach einem HiFi-Event. Wer trotzdem kam (und einen Parkplatz fand, die Bahn wurde bestreikt, so dass die Zuschauer eines Fußball-Bundesligaspiels mit dem Auto und viel Lärm anreisten), merkte aber schnell, dass es um aktive Lautsprecher ging.

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Offenbar hatte sich Ralph Gottlob mehr Gedanken zum Inhalt als zu Lenkung und Einteilung der Besucher gemacht, zumindest hätte für etwa 60 Gäste der Platz im Laden nicht ausgereicht. Die rheinische Unbekümmertheit wurde aber belohnt mit sonnigem Wetter, so dass die Geselligkeit im Freien stattfinden konnte, während drinnen die Musik spielte. Diese Aufteilung war dann auch sehr hilfreich, denn die Themen im Hörraum hatten Aufmerksamkeit im kleinen Kreis verdient: Drei junge oder ganz junge Hersteller wagten sich an Zweiwegekonzepte, also Konstruktionen, die technisch anspruchsvoller und viel weniger „fehlertolerant“ sind als große Anordnungen mit vielen Kanälen. (Mehr zur Technik der drei vorgestellten Boxen im nachfolgenden Beitrag.)

Drei Mann in einem Boot

Drei konkurrierende Produkte bei einer Veranstaltung? Dass das hier funktioniert hat, lag einfach daran, dass die Konstrukteure eigene Vorstellungen hatten, statt sich durch hämische Besserwisserei auf Kosten anderer profilieren zu wollen. Die Regie von Ralph Gottlob unterstützte diese Toleranz und unterschied sich damit angenehm von Event-Marketing: Ideen wurden besprochen, nicht „verkauft“, Kommunizieren statt Dozieren also und mit dieser rheinischen Offenheit wurde ein weißblaues Oktoberfest zu einer guten Werbung für den HiFi-Gedanken.

Wer hat gewonnen?

Die Welt will Sieger sehen, genau das hat die Vorführung aber nicht geliefert. Die Besucher hatten den Eindruck, dass die Schanks-Audio (mit Regelung) die Nase vorn hatte, die Merovinger eine interessante Alternative ist und die M-Box von CM-Audio noch Verbesserungspotential hat (ohne Ironie, es wird tatsächlich noch daran gearbeitet). Wegen des „open-door“-Stils mit viel Umgebungslärm waren zwar die Informationen aufschlussreich, konzentriertes Hören geht aber in Ruhe und im kleinen Kreis deutlich besser.

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Drei neue “Digitale”

Das Prinzip “Steuerung”

Den drei bei Pirol in Köln vorgestellten Boxen gemeinsam ist eine aufwändige Steuerung mit DSPs. Bei einer Steuerung werden Eigenschaften des zu steuernden Objektes invers in die Ansteuerung einprogrammiert, sie hat im Gegensatz zu einer Regelung keine Rückführung vom Ausgang des Systems zum Eingang.

Steuerung geht grundsätzlich analog wie digital und praktisch jede Aktivbox nutzt zumindest in geringem Umfang Steuerung. Digital lassen sich aber viele Eigenschaften sehr viel leichter abspeichern als in analoger Hardware zu modellieren wären. (Entgegen landläufiger Meinung lassen sich mit Steuerung übrigens nicht nur lineare, sondern auch nichtlineare Fehler kompensieren.)

Die Steuerung bleibt aber eine Kompensation und die Kunst besteht darin, die Eigenschaften genau zu kennen und die prinzipiellen Grenzen zu respektieren. So sagt zum Beispiel ein akustisch gemessener Frequenzverlauf wenig aus über die Ursache von Abweichungen und man kann die Eigenschaften eines dreidimensionalen Schallfeldes (Raumakustik) nicht in der eindimensionalen Ansteuerung kompensieren. Genau aus diesen zwei Gründen (unzureichende Kenntnis der Eigenschaften und Überschreiten der Grenzen) waren einige bekannte frühe Versuche „digitaler“ Lautspecher wenig überzeugend. Und genau an diesen Kriterien zeigt sich auch heute das Können eines Konstrukteurs.

Technische Einzelheiten in der Realisierung, wie die Programmierung oder die D/A-Wandlungen spielen ebenfalls eine Rolle, relevant aber erst dann, wenn die grundsätzlichen Fragen beantwortet sind.

Trotz Einsatzes von DSPs in allen drei Boxen gibt es also genügend Spielraum für die Entwickler und genügend Grund, sich die Ergebnisse selbst anzuhören.

 

IMGL0396IMGL0397Das AMT-Koaxial-System von Merovinger-Audio (€ 2.500.-) setzt einen AMT-Hochtöner innerhalb eines Konus-Tieftöners ein, um auf der „akustischen Seite“ der Box auf eine möglichst gute geometrische Vereinigung der beiden Kanäle zu erreichen. Zusätzlich sind verschiedene tonale Abstimmungen vorprogrammiert und einfach umschaltbar. (www.merovinger-audio.de)

 

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Die M-Box von Flöter Technology (€ 5.500.-) ist in Zusammenarbeit mit Abacus entstanden. Elektronik und Tieftöner stammen von Abacus, den Mitten-Hochtonbereich übernimmt der bekannte Manger-Wandler, der durch seine besondere Flachmembran einen sehr weiten Frequenzbereich übertragen kann und besonders gutes Impulsverhalten bietet. (www.cm-audio.net/index.php/manger-schallwandler/m-box-stand.html )

Mit Silbersand auf der High End 2014

18.05.2014

Der letzte Tag

Der Sonntag fing ganz harmlos an, denn die früh erwarteten Besucherströme blieben nahezu aus. So konnten wir recht zielgerichtet in kleinen Gruppen vorführen. Das Blatt wendete sich nach Mittag als die Torschlusspanik um sich zu greifen schien. Die Besucherfrequenz wurde höher und die Verweildauer oftmals kürzer. Weiterlesen

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Aktive Hifibörse unterwegs: 30 Jahre Abacus Electronics

Abacus Firmengelände

Das Abacus Firmengelände mit dem weithin sichtbaren Fernmeldeturm

Der Firmensitz von Abacus in Nordenham ist durch den auf dem Gelände befindlichen Fernmeldeturm weithin sichtbar. Wir waren angereist um den 30-jährigen Geburtstag des sympathischen Unternehmens von Karl-Heinz und Hanno Sonder zu feiern. Fast hätten wir keinen Parkplatz mehr bekommen und beim Betreten des Gebäudes wurde schnell klar, hier ist richtig was los. Weiterlesen

Besuch im Studio: Der Monitor 1 und sein Konstrukteur

Über diesen Besuch haben wir uns besonders gefreut:
Ein Trierer Student der Elektrotechnik hat uns seinen selbst konstruierten und hergestellten Aktivlautsprecher vorgeführt. Dieser wird zwar noch diversen Feinjustagen und kleinen Änderungen unterzogen, doch dem technisch und klanglich hervorragendem Eindruck tat das keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, durch die Sensorregelung des Tieftöners und zahlreicher interessanter technischer Lösungen wurde die schlackenfreie und hervorragend auflösende Wiedergabe mit einem kräftigen und sauberen Bassfundament unterfüttert.
Das machte richtig Spaß und wir freuen uns schon auf die Umsetzung weiterer Ideen… Weiterlesen

Sommerfest 2012

Am Wochenende Hitze bei bis zu 32 Grad und Sonne“. Die vollmundige Ankündigung der Meteorologen wurde zwar nicht ganz erfüllt, jedoch fanden wir bei sonnigen 24 Grad und einer frischen Brise durchaus passende Bedingungen für ein Sommerfest vor. Glück gehabt! Wir hatten zum Sommerfest der „Aktiven Hifibörse“ eingeladen und erfreulich viele Gäste waren gekommen. Weiterlesen

“Sigmarail ®” CD-Regalsystem

Auf der Suche nach einem eleganten Regalsystem für unsere CDs haben wir das Sigmarail ® System gefunden.

Das Sigmarail

Das Sigmarail mit feinstem Jazz bestückt

Dabei handelt es sich um ein Aluminiumprofil, welches
7 CDs nebeneinander aufnimmt und sich jede CD einzeln entnehmen lässt.

Wir finden das Sigmarail ® derart schön und praktisch, das wir uns gerne um den Verkauf kümmern.

Abacus Mini-Aktivlautsprecher C-Box 2

Die haben doch bestimmt einen Karton vergessen! Der erste Gedanke beim Anblick der Umverpackung zweier C-Box 2 lässt Skepsis aufkommen: sind die Lautsprecher wirklich so winzig, das gleich zwei davon in einen derart kleinen Karton passen; mal vom stoßdämpfenden Verpackungsmaterial ganz abgesehen. Tatsächlich, ist alles vorhanden und bei der Geburtshilfe aus dem Karton werden gleich Fürsorgeinstinkte geweckt, soo süß und wohlproportioniert sehen die Kleinen aus.

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