Drei neue “Digitale”

Das Prinzip “Steuerung”

Den drei bei Pirol in Köln vorgestellten Boxen gemeinsam ist eine aufwändige Steuerung mit DSPs. Bei einer Steuerung werden Eigenschaften des zu steuernden Objektes invers in die Ansteuerung einprogrammiert, sie hat im Gegensatz zu einer Regelung keine Rückführung vom Ausgang des Systems zum Eingang.

Steuerung geht grundsätzlich analog wie digital und praktisch jede Aktivbox nutzt zumindest in geringem Umfang Steuerung. Digital lassen sich aber viele Eigenschaften sehr viel leichter abspeichern als in analoger Hardware zu modellieren wären. (Entgegen landläufiger Meinung lassen sich mit Steuerung übrigens nicht nur lineare, sondern auch nichtlineare Fehler kompensieren.)

Die Steuerung bleibt aber eine Kompensation und die Kunst besteht darin, die Eigenschaften genau zu kennen und die prinzipiellen Grenzen zu respektieren. So sagt zum Beispiel ein akustisch gemessener Frequenzverlauf wenig aus über die Ursache von Abweichungen und man kann die Eigenschaften eines dreidimensionalen Schallfeldes (Raumakustik) nicht in der eindimensionalen Ansteuerung kompensieren. Genau aus diesen zwei Gründen (unzureichende Kenntnis der Eigenschaften und Überschreiten der Grenzen) waren einige bekannte frühe Versuche „digitaler“ Lautspecher wenig überzeugend. Und genau an diesen Kriterien zeigt sich auch heute das Können eines Konstrukteurs.

Technische Einzelheiten in der Realisierung, wie die Programmierung oder die D/A-Wandlungen spielen ebenfalls eine Rolle, relevant aber erst dann, wenn die grundsätzlichen Fragen beantwortet sind.

Trotz Einsatzes von DSPs in allen drei Boxen gibt es also genügend Spielraum für die Entwickler und genügend Grund, sich die Ergebnisse selbst anzuhören.

 

IMGL0396IMGL0397Das AMT-Koaxial-System von Merovinger-Audio (€ 2.500.-) setzt einen AMT-Hochtöner innerhalb eines Konus-Tieftöners ein, um auf der „akustischen Seite“ der Box auf eine möglichst gute geometrische Vereinigung der beiden Kanäle zu erreichen. Zusätzlich sind verschiedene tonale Abstimmungen vorprogrammiert und einfach umschaltbar. (www.merovinger-audio.de)

 

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Die M-Box von Flöter Technology (€ 5.500.-) ist in Zusammenarbeit mit Abacus entstanden. Elektronik und Tieftöner stammen von Abacus, den Mitten-Hochtonbereich übernimmt der bekannte Manger-Wandler, der durch seine besondere Flachmembran einen sehr weiten Frequenzbereich übertragen kann und besonders gutes Impulsverhalten bietet. (www.cm-audio.net/index.php/manger-schallwandler/m-box-stand.html )